Helen Baumgarten Deutsche U18 Vizemeisterin

Gut präsentierten sich die fünf Athletinnen und Athleten des SR Yburg bei von Ende Juli verschobenen Deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn. Eine Silbermedaille und zwei weitere Finalplatzierungen waren die hervorragende Ausbeute bei einer Meisterschaft, die wegen des Coronakonzepts, für alle Beteiligten unter schwierigen Bedingungen stattfand.

Keine Zuschauer, immer nur die Athleten und Trainer im Stadion, die in einem vorher festgelegten Veranstaltungsabschnitt am Start waren, Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände, keine Siegerehrungen, keine Verkaufsstände – das waren die Rahmenbedingungen unter denen die Veranstaltung zugelassen war. Nicht schön, aber die einzige eine Möglichkeit diese Deutsche Meisterschaft durchzuführen.

Temperaturmessung beim Betreten des Stadions: Jona Fruchtmann Sechster im Speerwurf U18

Auf der sportlichen Seite überragte aus Steinbacher Sicht der Auftritt von Helen Baumgarten über die 200 Meter. Im Vorlauf passte zum ersten Mal in dieser Saison einfach alles. Start und Beschleunigung, Übergang in einen raumgreifenden Schritt aus der Kurve heraus und ein gutes Stehvermögen auf den letzten Metern. Alles zusammen in 24,22 Sekunden. Das war mehr als sechs Zehntel Sekunden schneller als bei ihrem bisher schnellsten Rennen und eine ganz neue Welt. In Europa steht sie damit zurzeit auf Platz sechs der Jahresbestenliste!

Ganz im Glück: die Deutsche Vizemeisterin Helen Baumgarten

Nicht ganz so rund lief es dann im Finale. Nach einem schnellen Start kam sie nicht so gut ins Rollen und bog nur als Sechste auf die Zielgerade ein und die erhoffte Medaille schien schon verloren. Dann zeigte sie enorme kämpferische Qualitäten und rollte das Feld fast komplett auf. Nur die Siegerin Lara Noelle Steinbrechen (Magdeburg) erreichte sie nicht mehr. So reichten ihr am Ende 24,44 Sekunden zur Silbermedaille.

Am Folgetag waren leider Spannung und Fokussierung nicht mehr so da, um über die kurze Sprintstrecke einen ähnlichen Coup zu landen. Mit 12,11 Sekunden blieb sie etwas unter ihren Möglichkeiten und so fehlten am Ende drei Hundertstel Sekunden zum Einzug ins Finale.

Das verpasste auch ihre Trainingspartnerin Corinne Gibilisco im U20 Wettbewerb. Mit 12,57 Sekunden zeigte sie nicht das, was sie beiden letzten Wettkämpfen und im Training gezeigt hatte.

Voll im Soll blieb Jona Fruchtmann im Speerwerfen der U18. Der „Hobbysportler“ und SR Yburg Nachwuchstrainer überzeugte bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft gleich im ersten Wurf mit 57,36 Metern und landete damit auf de Rang sechs der Endabrechnung. Sein letzter Versuch war wahrscheinlich noch etwas weiter, wurde aber wegen der flachen Landung des Speers nicht gültig gewertet.

Siebter Platz im Dreisprung: Lars Lawo

Ebenfalls einen Finalplatz erreichte Lars Lawo im Dreisprung der U20 mit seinen 13,79 Metern im dritten Versuch. Leider zog er sich dabei erneut eine Verletzung zu und konnte sich danach nicht mehr steigern. Sehr Schade, nachdem er nach Abitur und eingeschränktem Training im Frühjahr und Sommer gerade erst wieder ein wenig in Schwung gekommen war.

Auch nicht ganz an ihre Bestweite heran kam Josefa Metzinger im Kugelstoßen. Sie hatte sich ja in letzter Minute für diese Titelkämpfe qualifiziert. Mit 11,72 Metern wurde sie Zehnte. Trotz allem ein Erfolg, wenn man bedenkt, dass sie nach ihrem Ausbildungsbeginn und einem Umzug in die Pfalz nur noch wenig trainieren konnte.

Helen Baumgarten erstmals unter 12 Sekunden

Einen großen Schritt nach vorne hat die Steinbacher Sprinterin Helen Baumgarten beim traditionellen Kurpfalz Meeting in Weinheim gemacht. Erstmals stand bei ihrem Ergebnis über die 100 Meter Distanz eine Elf vor dem Komma. Mit ihren 11,95 Sekunden katapultiert sie sich auf Platz drei der aktuellen Deutschen U18 Rangliste im Sprint.

In diesem Jahr als Light-Version durchgeführt, waren erstmals seit dem Corona Shutdown wieder Zuschauer (300) bei einem Leichtathletik Meeting im Sepp Herberger Stadion zugelassen. Diese sahen eine ganze Reihe von nationalen Topleistungen. Dabei standen natürlich Stars wie Weltmeisterin Malaika Mihambo, die über 100 Meter antrat und 11.47 Sekunden sprintete, Karlsruhes Topweitspringer Julian Howard, der in diesem Jahr erstmals die acht Meter Marke übersprang oder Sprintsieger Deniz Almaz (Wolfsburg), mit seiner neuen deutschen Jahresbestleistung von 10,08 Sekunden im Mittelpunkt. Ebenso wie im 100 Meter Sprint der Frauen Rebecca Haase (Wetzlar), die im Finale mit herausragenden 11,32 Sekunden knapp vor Lisa Nippgen (Mannheim) gewann.

Vorlauf 100 Meter: Helen, Zweite von rechts, Corinne, zweite von links

Über die gleiche Distanz war Helen Baumgarten  im U20 Wettbewerb am Start. Obwohl sie noch in der U18 Klasse startberechtigt ist, mischte sie die ältere Konkurrenz kräftig auf und lief als Vorlaufsiegerin mit 11,95 Sekunden erstmals unter 12 Sekunden. Dank ihrer neu gewonnen Beschleunigungsfähigkeit verbesserte sie ihre bisherige Bestzeit bei optimalen Bedingungen um 25 Hundertstel Sekunden. Im Finale, nur 45 Minuten nach dem Vorlauf, musste sie sich mit 12,04 Sekunden nur der Siegerin Sophie Bleibtreu (Wattenscheid) knapp geschlagen geben. Ebenfalls auf Rang zwei kam im B-Finale die zweite Steinbacher Sprinterin Corinne Gibilisco. Zeitgleich mit der Siegerin verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung auf 12,33 Sekunden und unterbot dabei erneut die Qualifikationsleistung für die Deutschen U20 Meisterschaften, die am ersten Septemberwochenende in Heilbronn stattfinden.

Trotz Temperaturen von über 35 Grad ging Helen Baumgarten zum Abschluss des Meetings auch noch über die 200 Meter an den Start. Trotz etwas zögerlichen Beginns und nach den ersten 100 Metern noch auf Position drei liegend, zeigte sie Kämpferqualitäten und Stehvermögen und siegte am Ende noch deutlich vor der älteren Konkurrenz. Mit 24,82 Sekunden kam auch hier überraschend noch eine neue Freiluftbestleistung heraus. Sehr zufrieden zeigte sich auch Trainer Michael Schlicksupp, der vor allem auf der langen Sprintstrecke das größere Potenzial sieht und die Pause bis zu den nationalen Titelkämpfen noch für ein Experiment über die 400 Meter Hürdenstrecke nutzen will.

Hanna Altmann und Tim Kilka im DM Finale

Großer Erfolg bei den Deutschen U20 Jugendmeisterschaften in der Halle. In Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) schafften beide Dreispringer des SR Yburg den Einzug ins Finale der besten acht deutschen Dreispringer, obwohl sie noch der U18 Altersklasse angehören.

Lange hatten Trainer und Athleten überlegt, ob man die 8 Stunde Reise nach Neubrandenburg auf sich nehmen soll, um bei den Deutschen U20 Hallenmeisterschaften teilzunehmen. Am Ende war dann die Bilanz dann doch sehr positiv.

Hanna Altmann zeigte sich im Dreisprung sehr konzentriert und verbesserte sich von Versuch zu Versuch. Mit 11,87 Metern aus dem dritten Durchgang zog sie dann zu ihrer großen Freude ins Finale der besten Acht ein. Mit diesem Ziel war sie angereist und diese Weite brachte ihr schließlich den siebten Rang ein. Die letzten beiden knapp übergetretenen Sprünge waren vermutlich noch ein bisschen weiter.

Ein paar Zentimeter mehr hatte sich Tim Kilka sicher vorgestellt. Zwar kam er mit 13,93 Metern knapp an seine Bestleistung heran, aber bei allen seinen Sprüngen war zu sehen, dass er nicht optimal ans Brett kam und mehr möglich gewesen wäre. So blieb ihm auf alle Fälle ein guter siebter Platz und die Genugtuung bester U18 Springer im Feld der U20 Athleten gewesen zu sein.

Knapp am Finale vorbei lief Helen Baumgarten über 200 Meter. Ein nicht ganz optimaler Start kostete sie die Finalteilnahme. Am Ende fehlten ihr 13/100 Sekunden um unter die schnellsten acht Athletinnen zu kommen. Auch sie gehört noch der U18 an und darf sich, wie die anderen SR Yburg Athleten Hoffnungen auf eine noch bessere Platzierung bei den Deutschen U18 Meisterschaften im Sommer machen.

Tim Kilka Süddeutscher Meister

Nach seinem Erfolg bei den Baden-Württembergischen U18 Meisterschaften war Tim Kilka auch bei den Süddeutschen Titelkämpfen im Sindelfinger Glaspalast nicht zu schlagen. Er absolvierte nur drei Versuche, aber das reichte zum souveränen Sieg. Mit 13,75 Metern hatte er fast 70 Zentimeter Vorsprung auf den Zweiten.

Pech hatte Hanna Altmann in der gleichen Disziplin. Sie sollte wie Tim nur drei Versuche absolvieren, als Vorbereitung für die Deutschen U20 Jugendmeisterschaften am darauf folgenden Wochenende. Sie hatte, in Führung liegend, den Wettkampf schon für sich beendet, als eine Konkurrentin sie um einen Zentimeter übertraf. Ärgerlich, aber immerhin noch die Sibermedaille mit 11,50 Metern. In diesem Wettbewerb wurde Karla Rathmer mit guten 10,80 Metern Sechste. Auch für sie eine neue persönliche Bestweite.

Immer schneller wird Corinne Gibilisco. Sie startete in der Frauenklasse, da es für die U20 keine Süddeutschen Meisterschaften gibt. Schon im Vorlief lief sie mit 7,93 Sekunden neue persönliche Bestzeit. Im Halbfinale steigerte sie sich erneut, dieses Mal auf 7,84 Sekunden. Das reichte gegen die starke Ältere Konkurrenz nicht ganz fürs Finale, war aber auch so ein toller Erfolg.

Nicht ganz an seine Bestweite heran kam Jona Fruchtmann im Kugelstoßen der U18. Mit 13,77

Steinbacher Kila Teams wieder sehr erfolgreich

Beim ersten Kila Cup im neuen Jahr geht die Erfolgsserie der Steinbacher Kinder-Leichtathletik Teams weiter. Wieder waren es die U12 Kids, die den Siegerpokal mit nach Hause nehmen durften. Sie waren vor allem in der Hürdenstaffel, dem Sprint und Fünfsprung den anderen Teams deutlich überlegen.

Mit dabei waren: Finja Seel, Leni Falk, Ella Schriever, Fiktional Becker, Sophia Hoff, Niklas Hussels, Jonas Weiss, Ferdinand Roth, Silvio Sanchez, Mia Kreis, Carmen Fritz, Sebastian Fritz, Lucia Neichel, Mila Matkovic, Josefa Rathmer, Jonas Biesinger und Moritz Bohnert.

Knapp am Sie vorbei, auf Rang zwei, landete die U10 Mannschaft, obwohl viele noch zum jüngeren Jahrgang 2011 gehören. Top war das Team im Mehrfachsprung und im Sprint. In allen anderen Disziplinen waren die Kids Zweitbeste. Am Ende reichte das für den Silberpokal.

Mit dabei waren: Marie Vierling, Nela Beck, Antonia Kamm, Giuliana Demattio, Lilli Winkler, Aylina Trumic, Jannic Schlageter, Kalle Hünerfeld, Jason Müller, Lorenz Bohnert, Savannah Wilkens, Mathilde Woger, Marie Hohmann, Alicia Harter, Romy Bender, Philipp Schmälzle, Esther Vantara, Janus Schell, Niklas Winterberg, Hendrik Wieland, Jannes Heckle, Clara Huck, Emma Wild.

Mit einem sehr jungen und noch wenig erfahrenen Team war die U12 am Start. Dafür haben sich die Youngster allerdings hervorragend geschlagen. Ganz besonders gut hat der Hochweitsprung geklappt und am Ende hat dann ein winziges Pünktchen für Platz drei gefehlt. Beim nächsten Cup im Mai geht dann sicher noch ein bisschen mehr.

Mit dabei waren: Moritz Rosch, Xavier Wilkens, Noah Schübert, Clara Becker, Anne Schmälzle, Tim Matthews, Lin Heckle, Niklas Huck, Mia Herbert, Nina Kühne und Merle Fritz