U16 Mädchen erkämpfen sich den 4. Platz bei den Badischen Mannschaftsmeisterschaften

Bei Regen mussten die U16 Mädchen mit Trainerin Jana am 24.09. 2022 um die Punkte in Konstanz kämpfen. Am Ende reichte es zu Platz 4.

Mit 4.381 Punkte mussten sie sich lediglich der LG Ortenau Nord, der LG Radolfzell und dem TV Neustadt geschlagen geben. Mit der 4 x 100 m Staffel kamen Svenja, Leni, Emilia und Lotta nur ganz knapp hinter der Siegerstaffel als zweite Mannschaft ins Ziel. Ebenfalls Zweite wurde Leni Falk mit hervorragenden 13.41 sec über 100 m. Leni ist 2009 geboren und startet eigentlich in der Altersklasse der U14. Line lief die 800 m unter 3 Minuten und wurde 5.. Svenja stieß die Kugel auf 7,49 m, was ebenfalls Platz 5 bedeutete. Beim Weitsprung konnte Leni mit 4,37 m viele Punkte sammeln. Trotz kühlen und nassen Bedingungen war die Stimmung am Bodensee bestens und Tranierin Jana war zufrieden mit dem Saisonabschluss ihrer Mannschaft.

Marie Grammenos, Luisa Grammenos, Lotta Neuhoff, Emilia Frey, Leni Falk, Svenja Habicht, Juli Janitz und Line Hünerfeld.

Warum noch Lokalzeitung lesen?

Seit einigen Monaten stellen wir fest, dass die Berichterstattung über Leichtathletik im Badischen Tagblatt (BT) und in den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) bzw. dem Acher- und Bühler Bote (ABB) immer weiter zurückgefahren wir. Die Artikel werden immer kürzer, Bilder sind oft gar nicht mehr dabei oder haben gerade mal die Größe einer Briefmarke.

Vor der Coronazeit war das noch deutlich anders. Da waren der Umfang der Berichte und auch die Bilder größer. Während Corona und der sportfreien Zeit wurde man auch schon mal angerufen, ob es denn nichts zu berichten gibt? Da haben wir auch gern mal einen Tipp gegeben oder eine Story geliefert. Aber jetzt? Anscheinend leiden die Redaktionen an einem Long Covid Syndrom das einseitig blind macht.

Fußball, Handball und alles andere wird breit abgefeiert und Leichtathletik ist fast nicht mehr sichtbar. Mini-Artikel über Badische Meisterschaften und Baden-Württembergische Meisterschaften. Kleinste Bilder, wenn überhaupt. Vom Kila Cup, einem Sportfest, das nach zwei Jahren Coronapause endlich wieder stattfinden konnte, erscheint eine zehn Zeilen Randnotiz. Über die Deutschen U20 und U18 Meisterschaften kommt ein Einspalter von vielleicht 15 Zeilen. Natürlich kein Foto. Immerhin hatten es zwei Athleten in ein Finale geschafft, andere neue Bestleistungen erzielt.

Manchmal hat man den Eindruck, da sitzen Redakteure, die nicht zwischen Kreis-Meisterschaften und Deutschen Titelkämpfen unterscheiden können. Als Kriterium für Leistung wird allein die Platzierung herangezogen. Eine Medaille bei badischen Meisterschaften: super! Ein achter Platz bei Deutschen Meisterschaften? Vergiss es!

Mit der Berichterstattung über Internationale Leichtathletik ist das nicht anders. Die 13 Diamond League Meetings, gespickt mit internationalen Topathleten und immer mit Weltklasseleistungen, tauchen so gut wie nicht auf. Selbst Weltrekorde wie Sydney McLaughlins 400m Hürden Weltrekord am 25. Juni bei den US Trails oder der Duplantis Weltrekord fünf Tage später in Stockholm sind allenfalls eine Randnotiz wert. Was ist da los?

Erklärlich ist das nur durch Desinteresse, einen eingeschränkten Horizont oder journalistische Inkompetenz. Wenn nicht, müsste man unterstellen, dass da eine Sportart bewusst niedergeschrieben werden soll.

Wie auch immer. Das muss man sich nicht mehr antun. Dann machen wir in Zukunft doch unsere eigene Berichterstattung. Im Internet, auf unseren Webseiten, über Facebook, Instagram, Twitter und Youtube.

Leni Falk mit Silber bei den Badischen Mehrkampfmeisterschaften

Sehr gut schlugen sich unsere Mädels und Jungs bei den Badischen Mehrkampfmeisterschaften in Eppelheim. Im sogenannten Blockmehrkampf absolvieren alle jeweils Sprint, Weitsprung und Hürden-Sprint. Dazu wahlweise Diskus und Kugel oder Hochsprung und Speerwurf oder Ballwurf und Langstrecke. Bei extrem hohen Temperaturen gab es wieder eine Reihe guter Platzierungen und starke Leistungen. 

Leni (links) wird Zweite im Block Wurf

Mit einer Silbermedaille krönte Leni Falk ihre gute Leistung im Fünfkampf der W13. Dabei gab es für sie gleich zwei neue persönliche Bestwerte. Sowohl im 75 Meter Lauf (10.01 Sekunden), als auch über 60 Meter Hürden mit 10.13 Sekunden nähert sie sich einer Zeit unter zehn Sekunden – und das ist richtig gut. Mit der Kugel und dem Diskus machte sie ebenfalls eine gute Figur, auch wenn sie diese beiden Disziplinen wenig trainiert, und der Weitsprung lief ebenfalls ordentlich. Am Ende waren das 2303 Punkte und Platz zwei, nur zwanzig Punkte hinter der Siegerin. Eine tolle Leistung und viel Grund zur Freude.

Ferdi, Leni, Trainer Michi Beck und Leo

Das gilt auch für Ferdi Roth in derselben Altersklasse wie Leni. Zwar ist er immer noch durch seine überstandene Corona Infektion geschwächt, aber er zeigte trotz allem starke Leistungen. In allen fünf Disziplinen konnte ordentlich Punkte sammeln, die meisten im Sprint (10.24 Sekunden) und über die Hürden (10.62 Sekunden). So kamen unter dem Strich 2242 Punkte zusammen, die ihm Platz vier einbrachten. Das war deutlich mehr als man erwarten konnte.

Auch Leo Reiß machte bei seiner ersten Badischen Meisterschaft eine gute Figur. In der Altersklasse M12 wurde er im Block Lauf Zehnter und konnte dabei vor allem mit 38,5 Metern im Ballwurf überzeugen.  Bei den W15 Mädchen kam Svenja Habicht auf einen guten siebten Rang und Lotta Neuhoff bei den W14 Mädchen auf Platz 12, wobei sie mit 13.84 Sekunden wieder eine gute 100 Meter Zeit lief.

Zwei Finalplätze und neue Bestleistungen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

Zwei Athletinnen und zwei Athleten des SR Yburg hatten sich für die Deutschen U18 und U20 Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Ulm qualifiziert. Alle haben sich prima geschlagen und sind mit guten Ergebnissen zurückgekommen.

Alex Senski war zum zweiten Mal, nach seinem Start bei den U16 Titelkämpfen im vergangenen Jahr, bei einer Deutschen Meisterschaft dabei. Der Rahmen einer U18 und U20 Meisterschaft im großen Ulmer Stadion ist natürlich ein anderes Kaliber und man muss sich erst einmal daran gewöhnen. Zwar war nicht damit zu rechnen, dass er sich für das Finale qualifizieren würde, aber eine gute Figur will man ja auf alle Fälle abgeben. Mit der nötigen Aufregung, aber ohne sich zu sehr beeindrucken zu lassen ging Alex in den Vorlauf über 400 Meter. Auf der Bahn sechs hat er dann auch sehr schnell den vor ihm laufenden Starter eingeholt und dann versucht das Tempo entsprechend hochzuhalten. Wenn dann von innen in der zweiten Kurve die schnelleren Gegner vorbeiziehen, heißt es gegenhalten. Das gelang ihm dann so gut, dass er als Dritter seines Laufes in 51,30 Sekunden ins Ziel kam. Die zwei ersten qualifizierten sich direkt fürs Finale. Als Dritter darf man auf einen von zwei Plätzen hoffen, die an die weiteren zeitschnellsten vergeben werden. Nach seinem Vorlauf folgten zwei weitere und nach kurzem Rechnen war die Überraschung perfekt: er war als Achter ins Finale gerutscht. Das fand dann am nächsten Tag statt und da waren die Beine dann leider doch etwas schwer. Dieses Mal auf der Innenbahn laufend konnte er nicht ganz an seine Leistung des Vortags anknüpfen und landete dann schließlich auf Rang acht. Mehr durfte man auch wirklich nicht erwarten.

Luisa Ortanderl und Alex Senski mit ihren Trainern Michael Schlicksupp und Michi Beck

Luisa Ortanderl hatte sich über dieselbe Strecke in letzter Minute für diese Meisterschaft qualifiziert und das war ihr Saisonziel. Dafür hat sie hart trainiert und sie hat die Atmosphäre in Ulm sicher genossen. Dass sie dann dort auch noch eine neue persönliche Bestzeit erzielen konnte, war das Sahnehäubchen auf dieser Saison. Mutig ist sie mit den schnelleren Gegnerinnen mitgelaufen und hatte nur am Ende ein bisschen Probleme. Drei Tage vor dem Wettkampf hatte sie eine Erkältung eingefangen und die hat ihr die nötige Luft für die letzten Meter gekostet. 58,72 Sekunden standen am Ende für sie zu Buche und wahrscheinlich geht da noch ein bisschen mehr.

Zwei Disziplinen an einem Tag standen für Helen Baumgarten auf dem Programm. Am frühen Sonntagmorgen die 100 Meter Hürden. Eine Disziplin, die sie eigentlich nur nebenbei trainiert und in der sie bisher nur vier Wettkämpfe absolviert hatte! Umso erstaunlicher war dann ihre Leistung. Im Vorlauf zeigte sie ein blitzsauberes Rennen zwischen zwei der Meisterschaftsfavoritinnen und hielt erstaunlich gut mit. Mit ausgezeichneten 14.16 Sekunden erzielte sie eine neue persönliche Bestzeit und qualifizierte sich fürs Semifinale. Dort musste sie mit etwas Lospech auf der Außenbahn antreten und hatte die Konkurrenz nicht gut im Blick. Mit 14.35 Sekunden kam sie dann auch nicht ganz an ihre Vorlaufzeit heran und verpasste den Einzug in Finale um ein paar 1000stel Sekunden!

Jona Fruchtmann: Achter im Speerwurf der U20

Zwei Stunden später standen die Vorläufe über 200 Meter auf dem Plan. Zwar schon etwas vorermüdet, aber guter Dinge ging sie in diesen Lauf und zeigte auch hier die beste Leistung dieser Saison. Mit 24,54 Sekunden wurde sie hier Zweite und hatte das gleiche Pech wie über die Hürden. Diese Mal waren es drei Hundertstel, die zum Einzug ins Finale fehlten.

Als letzter war Jona Fruchtmann am Sonntagnachmittag im Speerwurf der U20 an der Reihe. Er hatte keine optimale Vorbereitung in den letzten Wochen. Schriftliche und mündliche Abiturprüfungen und Klassenfahrten hatten das Trainingspensum auf ein Mindestmaß schrumpfen lassen. Das machte sich dann auch im Technikbild bemerkbar. Entweder die Würfe waren sauber, aber ohne Power oder mit Kraft und kleinen Fehlern. Das reichte zwar zum Einzig ins Finale mit 59.03 Metern, aber eine Sechzig vor dem Komma hätte schon stehen sollen. Unter dem Strich durfte er damit durchaus zufrieden sein.

Ein lohnender Ausflug

Konstanz ist immer eine Reise wert, vor allem in dieser Jahreszeit. Für unsere beiden U14 Nachwuchsathleten Leni Falk und Ferdinand Roth waren es weniger die touristischen Aspekte, sondern die Badischen Meisterschaften im Vierkampf, die sie an den Bodensee lockten. Beide hatten sich für diese Meisterschaft mit ihren Ergebnissen bei den Kreismeisterschaften in Durmersheim vor zwei Wochen qualifiziert. Eigentlich auch Nick Zeller, der musste aber leider wegen Krankheit kurzfristig passen.

Richtig gut lief es für Leni. Im 75 Meter Sprint konnte sie im Vergleich mit den Kreistitelkämpfen gleich ein paar Punkte drauflegen und kam mit 10,25 Sekunden auf die zweitschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen. Auch im Weitsprung zeigte sie ansteigende Form und verbesserte ihre Bestweite auf 4,50 Meter. Leider lies sie im Ballwurf mit 33,5 Metern ein paar Punkte liegen. Die glich sie aber mit einer neuen Bestleistung von 1.40 Metern im Hochsprung mehr als aus. Am Ende standen mit 1861 Punkten 40 Zähler mehr als in Durmersheim in der Ergebnisliste. Das allein war schon toll. Dass sie damit bei ihrer ersten Badischen Meisterschaft auch noch mit der Bronzemedaille dekoriert wurde, machte die Sache perfekt.

Ferdi konnte nicht ganz an seine Ergebnisse von vor zwei Wochen anknüpfen. In allen vier Disziplinen blieb er ein wenig unter seinen Bestwerten. 10.39 Sekunden im Sprint, 4,74 Meter im Weitsprung 33,5 Meter mit dem Schlagball und 1.32 Meter im Hochsprung. Alles gute Ergebnisse, aber am Ende hatte er 80 Punkte weniger als in Durmersheim aufzuweisen. So wurde es Rang neun, was trotz allem einen Platz im Vorderfeld bedeutete. Aber ein bisschen mehr wäre drin gewesen. Zufrieden konnte auf alle Fälle auch Trainerin Jana Seifermann sein, die die beiden am Bodensee betreut hat.

Erfolgreich in Konstanz: Ferdi Roth, Jana Seifermann und Leni Falk