Nachdem sie schon eine Reihe von Athletinnen und Athleten in den Landeskader Baden-Württemberg geführt hat, hat sie jetzt den Trainerschein für die Betreuung von Bundeskadern gemacht: Martha Fruchtmann, seit über zehn Jahren erfolgreiche Trainerin der SR Yburg Leichtathleten. Dabei war diese Trainerkarriere gar nicht abzusehen. Zwar lief sie schon in jungen Jahren täglich, am Ende sogar Marathon, und auch durch ihren Beruf als (Sport-)Ärztin war sie dem Metier verbunden, aber die Tätigkeit im Leistungssport war nicht vorhersehbar.
Blumen für die neue A-Trainerin Martha Fruchtmann
Sie ist quasi mit ihren Athleten mitgewachsen, vom Kindertraining über das Stützpunkt- und Nachwuchskadertraining zum Leistungssporttraining. Dabei haben sich die Sprungdisziplinen als ihre Kerndisziplinen herausgeschält. In enger Zusammenarbeit mit Landestrainer Steffen Hertel und Bundestrainer Tamas Kiss hat sie inzwischen so viel Kompetenz erworben, dass ihre Athleten bei den Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften in diesem Winter fünf von sechs möglichen Medaillen im Dreisprung gewonnen haben. Neben dem täglichen Training in Steinbach ist sie außerdem in der Leichtathletik Trainerausbildung an der Südbadischen Sportschule tätig und für unterrichtet für verschiedene Fachverbände medizinische Themen in deren Aus- und Fortbildung. Am 10. März hat sie an der Trainerakademie erfolgreich die A-Trainer Prüfung abgelegt. Zusammen mit einigen der erfolgreichsten Athleten der vergangenen Jahre, wie Ex Weitsprung Europameister Sebastian Bayer oder den Top Stabhochspringern und vielfachen Medaillengewinnern, Malte Mohr und Tobias Scherbath.
Obwohl auch dieses Mal das Wetter nicht mitspielen wollte, gab es am vergangenen Samstag bei den Kreismeisterschaften im Drei- und Vierkampf in Durmersheim einen gelungenen Einstand für die Jugendlichen des SR Yburg. Mit sechs von zwölf Einzeltiteln ging die Hälfte nach Steinbach.
Bei den Jüngeren, die im ersten Jahr zur Jugendklasse zählen, war dies die Premiere über die längere Sprintstrecke (75 Meter) und im Hochsprung, der jetzt im Vierkampf zu den bekannten drei Disziplinen Sprint, Weitsprung und Ballwurf dazu kommt. Dabei sind auch die Bälle mit 200g deutlich schwerer als in den Kinderklassen (80g).
Zweifacher Kreismeister: Niklas Jurgan
Doppelsieger wurde bei den Jungs (M12) Niklas Jurgan. Beim ihm war deutlich zu sehen, dass das Aufbautraining im Winter Früchte getragen hat. In allen Disziplinen zeigte er starke Leistungen. Mit seinen 10,78 Sekunden war er schnellster über 75 Meter und mit 4,21 Meter bester Weitspringer seines Jahrgangs. Im Hochsprung kam er auf gute 1,25 Meter und Ballwurf auf 33.50 Meter, wobei er hier sicher noch mehr kann. Diese Leistungen brachten ihm am Ende sowohl im Dreikampf als auch im Vierkampf den Kreismeistertitel. Gut geschlagen haben sich auch seine drei Mitstreiter. Julian Ernst wurde im Vierkampf Fünfter. Er zeigte im Ballwurf mit 34,5 Meter und 1,20 Meter im Hochsprung seine besten Leistungen, genauso wie Marco Lörch als Siebter der 33,5 Meter weit warf. Obwohl krankheitsbedingt noch geschwächt kam Robin Frey auf Platz acht. Er hatte mit 11,64 Sekunden im Sprint sein bestes Ergebnis, kann aber sicher noch mehr. Als Mannschaft kamen unsere Jungs im Vierkampf auf Rang vier.
Jeweils ein Titel und ein zweiter Platz: Rachel fruchtmann und Helen Fischer
Bei den Mädchen teilten sich Helen Fischer, als Siegerin im Dreikampf, und Rachel Fruchtmann, als Siegerin im Vierkampf, die Titel. Stärkste Leistung des Tages überhaupt, waren dabei sicher Helens 10,58 Sekunden über 75 Meter. Sie hatte allerdings auch noch eine Rechnung gegen ihre härteste Gegenerin des vergangenen Jahres, Jana Wagenbrenner aus Rastatt, offen, die dieses Mal keine Chance hatte. Rachel lief mit 11,28 Sekunden ebenfalls eine prima Zeit. Das gleiche gilt für Annika Bode (11,63 Sekunden) und Sarah Tränkel (11,74 Sekunden).
Lara Schönith steigerte sich im Sprint auf 10,84 sec.
Auch im Weitsprung hatte Helen Fischer mit 4,21 Metern das beste Resultat vorzuweisen. Da sie sich auch im Ballwurf enorm verbessert hat (27 Meter), konnte sie verdient die Siegerurkunde im Dreikampf in Empfang nehmen. Starke 30 Meter warf Chiara Roth, die zu ersten Mal mit dabei war. Auch im Hochsprung gehörte sie mit 1,20 Metern zu den besten. Ebenso wie Annika Bode, die ebenfalls 1,20 Meter überquerte. Ausschlaggebend für den Vierkampftitel waren Rachels Fruchtmanns 1,25 Meter im Hochsprung. Hier fehlten Helen dieses Mal 10 Zentimeter, die sie vermutlich schon beim nächsten Wettkampf aufholen wird. In der Mannschaftswertung, die gemeinsam mit dem älteren Jahrgang 2000 ermittelt wurde, kamen unsere Mädels auf Platz zwei. Mit dazu beigetragen hat unsere einige W 13 Starterin Lara Schönith. Sie beeindruckte vor allem durch ihre Sprintzeit. Sie verbesserte ihre Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um über vier Zehntel auf 10,84 Sekunden!
Starke Sprintzeiten zum Saisonauftakt. Leonardo Brescia, Robin Siehl, Joshua Braun
Bei den Jungs M14 gab es einen Doppelsieg für den SR Yburg. Wie erwartet konnte Joshua Braun den Vierkampf-Titel mit nach Hause nehmen, Vizemeister wurde Leonardo Brescia. In der Klasse M15 verfehlte Robin Siehl hauchdünn den dritten Rang. Alle drei zeigten starke Sprintleistungen, wobei sie das Kunststück fertig brachten fast exakt dieselbe Zeit zu laufen. Leonardo und Robin kamen auf 12,72 Sekunden über die 100 Meter Distanz. Joshua braucht 6/100 Sekunden länger. Ein gelungener Einstand in die Saison. Im Weitsprung blieben alle drei etwas unter ihren Möglichkeiten, die Marke von 4,50 Meter konnte nicht übertroffen werden. Im Hochsprung verfehlte Joshua Braun mit 1,45 Meter seine Bestleistung nur um einen Zentimeter, aber da ist sicher noch mehr möglich. Genauso wie bei Robin Siehl im Kugelstoßen, der zwar mit 10,21 Metern eine neue Bestleistung erzielte, aber sicher deutlich mehr kann. Zusammen kamen die drei als Mannschaft auf Platz zwei.
Nach 2012 gibt es in diesem Jahr zum zweiten Mal den Kinderleichtathletik-Cup (KiLa-Cup) des Kreises Rastatt/Baden-Baden/Bühl. Die Auftaktveranstaltung fand am vergangenen Wochenende in Iffezheim statt und stand zunächst unter keinem guten Stern. Ein Kälteeinbruch und Dauerregen drohten die Veranstaltung platzen zu lassen. Doch dank der zufällig freien Sporthalle und dem Improvisationsgeschick der Veranstalter wurde es doch noch ein tolles Fest für die insgesamt 280 Kinder, die in den drei Altersklassen (U8, U10, U12) zu ihren Mannschaftswettbewerben antraten.
Insgesamt waren dreizehn Vereine aus dem ganzen Kreis am Start, was die gestiegene Akzeptanz des neuen Kinderleichtathletik Wettkampfkonzepts deutlich unter Beweis stellte. Dass die größere Konkurrenz dazu geführt hat, dass der SR Yburg nicht wie im letzten Jahr in alle Klassen die Sieger stellte, ist dabei ohne weiteres zu verschmerzen. Was die Zahl der Teilnehmer angeht, so waren die blauen Trikots aus Steinbach dominant wie eh und je. Mit über 60 Kindern stellte der SR Yburg die mit Abstand größte Mannschaft.
Bei den Sechs- und Siebenjährigen (U8) waren wir mit zwei Teams vertreten, die von ihren Trainerinnen Nicole van Elten und Katrin Liomin durch den Wettkampfparcours geführt wurden. Da geht es neben dem korrekten Aufstellen und der Ausführung der Disziplin natürlich genauso oft um das Binden von Schuhbändern und den dringenden Gang zur Toilette. Was die Konzentration auf das Eigentliche selbstverständlich nicht schmälerte. Dreimal wurde die 20 Meter Sprintstrecke, die jeder für sich durch zwei Lichtschranken absolvierte, unter den Anfeuerungsrufen der gesamten Mannschaft und den Eltern auf der Tribüne zurückgelegt. Beim Heulballwurf zeigten vor allem die Mädchen, dass sie schon viel gelernt haben und widerlegten eindrücklich das Vorurteil, dass Jungs besser werfen können. Da der Weitsprung in der Halle nicht in eine Sprungrube, sondern auf eine Weichboden- Matte ausgeführt werden muss, war für die Kleinen auch noch ein ziemlicher Höhenunterschied zu bewältigen. Trotzdem waren neben einigen „Bauchplatschern“ schon erstaunlich weite Sprünge zu bewundern. Bei der Hindernisstaffel galt es im Wechsel eine Bahn mit vier flach liegende Bananenkisten zu überlaufen und auf dem Rückweg daran vorbei zu sprinten. Das ganze drei Minuten. Gezählt werden dabei die übersprungenen und die auf dem Rückweg passierten Hindernisse. Dabei wird immer ein Gummi-Tennisring an den/die Nächste/n übergeben. Dass die Übergabe dabei manchmal auch zum Stolperstein werden kann, mussten unsere Kinder dabei schmerzlich erleben. Einmal fiel er herunter und schon war die gute Platzierung dahin.
Gewertet werden beim KiLa Cup in jeder Disziplin immer die besten sechs Kinder. In jeder Disziplin wird dann eine Rangfolge der beteiligten Mannschaften gebildet und entsprechend dieser Rangfolge gibt es Punkte. Der erste bekommt einen Punkt der Zweite zwei und so weiter. Wer am Schluss die wenigsten Platzpunkte aufweist ist Sieger. Am Ende landeten unsere beiden U8 Teams auf den Rängen zwei und drei. So durfte dann nicht nur jedes Kind eine Medaille, sondern beide Mannschaften einen Pokal mit zurück nach Steinbach nehmen.
U8 Team
Dabei waren: Josefine Fruchtmann, Johannes Huber, David Rehm, Emilia Valasek, Peter Lübbertsmeier, Enes Baycan, Anni Ernst, Felix Kienzler, Rosalie Lang, Lorenzo Zimber, Lennard Oppermann, Juliana Mast, Mia Stößer, Henrik Reiz, Theo Gottschalch, Lisa Gemke, Magdalena Stark, Nevio Ibert, Sarah Roth, Finn Crowe, Jakov Hug.
Unsere beiden U10 Teams hatten keinen leichten Stand. Insgesamt war hier mit 13 Mannschaften das größte Starterfeld des Tages zu verzeichnen. Trainerin Birgit Liß hatte ein überwiegend älteres Team (Jahrgang 2004) und ein 2005er Team ins Rennen geschickt. Die Disziplinen waren identisch mit denen bei der U8. Zusätzlich kam der Weithochsprung dazu. Dabei gilt es mit 10 Meter Anlauf möglichst hoch über eine Latte zu springen. Normalerweise in die Weitsprunggrube, in der Halle auf eine Weichboden-Matte. Das war dann auch die stärkste Disziplin unserer beiden Teams, die mit der maximalen Zahl von jeweils elf Starter/innen die größten im ganzen Wettbewerb waren. Hier war schon deutlich zu sehen, dass die Technik beim Werfen und Springen etwas ausgefeilter war als bei den U8ern. Mit großem Spaß und Engagement zogen die beiden Mannschaften von Station zu Station. Am Ende sprangen dabei ein dritter und ein zehnter Platz heraus. Damit ging ein weiterer Pokal ins Rebland und selbstverständlich geb es auch hier Medaillen für alle Teilnehmer und für den ein oder anderen einen kleinen Muskelkater als Zugabe.
U10 Team
Mit dabei in der U10 waren: Tom Späth, Raffael Schenkel, Marek Haug, Linus Eberle, Camie Fischer, Phönix Scheumann, Jule Tränkel, Jule Trapp, Tatjana Gutowski, Erik Crowe, Simon Ernst, Tim Jägel, Sven Bode, Isabel Seebacher, Julian Mai, Jonathan Rapp, Maximilian Stark, Silvio Martin, Florian Gramsch, Lena Frietsch.
Die meisten unserer U12er sind schon richtige Profis. Viele sind schon ein paar Jahre im Leichtathletik Training, was sich nicht allein in den Leistungen widerspiegelt, sondern in der Art und Weise wie sie Sprinten, den Medizinball stoßen oder Weitspringen. Besonders deutlich wurde das beim Hürdensprint, bei dem auch keine Bananenkisten, sondern richtige Hürden überlaufen werden mussten – und das zum Teil schon in wirklich toller Technik. Drei Teams hatten die Trainerinnen Annette Tränkel und Martha Fruchtmann aufgestellt. Auch hier war im Team 1 der ältere Jahrgang (2002) und im Team 2 der jüngere Jahrgang (2003) konzentriert. Sogar eine dritte Mannschaft war am Start, die allerdings durch krankheitsbedingte Ausfälle von vorne herein geschwächt war.
Da der Wettkampf so angelegt ist, dass jede Mannschaft als Riege von Disziplin wandert, kann man bis zum Schluss nicht einschätzen, wie man im Vergleich zur Konkurrenz liegt. So ist die Spannung und Aufregung groß, wenngleich schon früh zu sehen war, wie hoch das Leistungsniveau unserer Jungs und Mädels, nicht nur in der Spitze, sondern in der ganzen Mannschaft war. Bei der Ergebnisauswertung stellte sich heraus, dass Team 1 in allen fünf Disziplinen zum Teil deutlich an der Spitze aller 12 teilnehmenden Mannschaften stand. Die große Überraschung war dann die zweite Mannschaft, die am Ende unter riesigem Beifall den Pokal für Platz zwei in Empfang nehmen durfte.
U12 Team
Mit dabei waren in der U12: Rachel Fruchtmann, Celine Scheifele, Jenifer Dike, Clara Kopitzke, Carolin Eisele, Tobias Mai, Samuel Meisner, Niklas Huber, Franziska Seebacher, Tobias Ernst, Steven Feist, Hannah Kienzler, Vanessa Ernst, Karoline Knopf, Jona Fruchtmann, Nils Liß, Celina Bergmann, Niklas Gog, Alina Straub, Louise Bornstein, Annalisa Valasek, Wera Keller, Sophie und Marie Frietsch.
Insgesamt war das ein toller Einstieg in die neue Saison und alle die dabei waren freuen sich schon auf den nächsten KiLa Cup, der dann in Baden-Baden ausgetragen wird.