Nico Maier Deutscher U18 Meister im Kugelstoßen

Damit hatte kaum jemand gerechnet. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm gewann Nico Maier den Kugelstoß-Titel gegen den frisch gebackenen U18 Weltmeister Tim Northoff. In einem spannenden Wettkampf war Nico auf den Punkt körperlich und mental topfit und gewann verdient seinen ersten Deutschen Meistertitel.

Sechs Wochen hatte Nico Zeit gehabt zu verdauen, dass er, trotz erfüllter Qualifikation, nicht an der U18 WM teilnehmen konnte. Diese Zeit nutzte er um sich auf den nationalen Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Hier wollte er noch einmal zeigen, dass er zu den Top Kugelstoßern seiner Altersklasse in Deutschland gehört. Beinahe wäre das Unterfangen allerdings schief gegangen. Zwei Wochen vor der Meisterschaft bremste ihn eine Oberschenkelzerrung noch einmal für gut eine Woche aus. Aber als es darauf ankam war er wieder voll da und ging zuversichtlich und unterstützt von einem großen Fanblock in den Wettkampf. Der begann allerdings auch nicht bilderbuchmäßig. Ein extrem pingeliger Kampfrichter gab zwei seiner ersten drei Versuche ungültig. Ein Sicherheitsstoß von genau 18 Metern brachte ihn auf alle Fälle in den Endkampf.  Zu diesem Zeitpunkt führte Timo Northoff unangefochten mit 18,77 Metern den Wettbewerb an. Sein vierter Versuch brachte Nico mit 19,20 Metern in Führung und machte den Weltmeister, der einfach nicht seinen besten Tag hatte, nervös. Der versuchte es noch einmal mit aller Gewalt. Aber als sich Nico im letzten Versuch sich auf 19,54 Meter steigerte, hatte er bereits resigniert. Der Jubel im Steinbacher Lager war überschwänglich, während Nico sich eher still freute. Auch darüber, dass ihm Timo Northoff, sehr fair und freundlich gratulierte. So wie man das selten erlebt.

Grund zur Freude hatte in Ulm auch Leon Hofmann. Nachdem er schon etliche Male knapp daran gescheitert war, zum zweiten Mal in diesem Jahr, mit dem Speer die 60 Meter Marke zu übertreffen, gelang ihm das ausgerechnet bei den Deutschen Meisterschaften. Mit seinen 61,49 Metern aus dem zweiten Versuch belegte er in einem extrem hochklassigen Wettbewerb Rang acht. In anderen Jahren war man damit auch schon in Medaillennähe. Trotzdem freute er sich zu Recht, auch weil er in der kommenden Saison immer noch der U18 Klasse angehört.

Bestzeit über 100 Meter gelaufen und doch das Finale um 2/100 Sekunden verfehlt. Das war die zweischneidige Bilanz für Joshua Braun über 100 Meter bei den U20 Jugendlichen. Mit seinen 10,74 Sekunden durfte er wirklich zufrieden sein. Auch weil er nach mehreren Verletzungen und abgebrochenen Wettkämpfen vor den Meisterschaften nicht wusste, ob er wirklich voll sprinten konnte. Letztlich fehlten ein paar Wettkämpfe und etliche Trainingseinheiten. Das machte sich dann über 200 Meter bemerkbar. Am Ende fehlten ihm ein paar Körner um den enormen Speed den er aus der Kurve mitbrachte ins Ziel zu retten. So fehlten ihm auch auf dieser Strecke als Vorlauf Neunter ein paar Hundertstel um ins Finale der besten Acht zu gelangen.

Bei den U18 Mädels kam Helen Fischer mit 12,54 Sekunden nahe an ihre Bestzeit. Über 200 Meter war sie schon auf dem Weg zu einer neuen Bestzeit. Doch als ihr das während dem Lauf bewusst wurde, spielte der Kopf nicht mehr mit und bremste sie aus. Ihr bleibt zum Trost die Gewissheit, dass mehr geht und die Chance im nächsten Jahr noch einmal in der U18 starten zu können.

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Veröffentlicht in Aktuell, Berichte
Corona und kein Ende in Sicht

Das Corona Virus hat heftige Spuren hinterlassen. Bei denen, die direkt betroffen waren und bei uns allen, die wir mit den notwendigen Einschränkungen leben müssen. Inzwischen haben sich meisten an das Masken tragen und Abstand halten gewöhnt. Leider  halten sich nicht alle daran und so werden uns die Beschränkungen mit Sicherheit weiter begleiten. Für die Leichtathletik im SR Yburg bedeutet das, dass wir auch in den kommenden Wochen weiter mit den Kader- und Fördergruppen in der Sportschule trainieren können – mit den nötigen Hygienemaßnahmen. Jetzt nach den Ferien geht es weiter, für die Kleinen auf dem Beachplatz neben der Grundschule. Für die älteren unter den bekannten Auflagen des Schutzkonzepts der BW Leichtathletik in der Sportschule.

Die Wettkampfsaison, die jetzt als sogenannte „Late-Season“ daherkommt, ist für alle gewöhnungsbedürftig. Manche hatten ihren Urlaub schon für September gebucht und mussten ihn wieder absagen oder auf Wettkämpfe verzichten. Wettkämpfe ohne Zuschauer oder mit Maskenpflicht, wie jetzt bei den Deutschen Meisterschaften, sind merkwürdig, aber Voraussetzung, dass die Titelkämpfe überhaupt stattfinden durften. Bis Anfang Oktober wird es jetzt noch einige Wettkämpfe geben. Für die Älteren ausreichend für die jüngeren eher wenige.

Man kann nur hoffen, dass die Vernunft im Umgang mit der Infektionsgefahr reicht, um die Zahlen niedrig zu halten. Ansonsten droht uns wieder ein Sportverbot-und das wäre im Winter bitter.

Athletin des Monats

Erstmals unter 12 Sekunden über 100 Meter: Helen Baumgarten 11,95 Sekunden in Weinheim

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