Zwei Mal Gold – einmal Silber bei den Badischen Jugendmeisterschaften U14

Glänzende Ergebnisse und herausragende Erfolge gab es am vergangenen Samstag in Langensteinbach zu feiern. Die Badischen Meisterschaften im Fünfkampf brachten den Jugendlichen (U14) des SR Yburg die bislang größten Erfolge des Jahres. Rachel Fruchtmann und Niklas Huber errangen bei zum Teil drückender Hitze den Sieg in ihrer Klasse, Helen Fischer wurde Badische Vizemeisterin.

Gleich mit der ersten Disziplin in Führung: Rachel Fruchtmann

Gleich mit der ersten Disziplin in Führung: Rachel Fruchtmann

Als Favoritin war Rachel Fruchtmann in ihren Wettbewerb gestartet. Dem wurde sie auch gleich im ersten Wettbewerb, dem Speerwurf, gerecht und schleuderte das 400 Gramm schwere Gerät auf die Spitzenweite von 31,22 Metern. Damit führte sie den Wettbewerb mit großem Vorsprung an. Im Weitsprung büßte sie zwar ein paar Punkte gegenüber ihren Verfolgerinnen ein, aber über die 60 Hürden sollte der Vorsprung wieder ausgebaut werden. Dort aber wäre beinahe der Traum vom Titel jäh geplatzt. Nach einem hervorragenden Start blieb sie an der zweiten Hürde hängen, stolperte und konnte sich gerade noch fangen. Mit enormem Körpergefühl und dank der guten koordinativen Schulung gelang es ihr in den Laufrhythmus zurückzufinden und das Rennen in einer passablen Zeit zu beenden.

Weg war damit  der komfortable Punktevorsprung und weg war damit die notwendige Selbstsicherheit, die für die nächste Disziplin, den Hochsprung so dringend notwendig ist. Dass sie wieder in die Spur fand und trotz der Enttäuschung über den misslungenen Hürdenlauf nur wenige Punkte auf gegen ihre härteste Konkurrentin verlor, war wohl ihre größte Leistung an diesem Tag. Da beim abschließenden 75 Meter Sprint keine Hindernisse mehr im Weg standen und sie bis auf wenige Hundertstel Sekunden an ihre Bestleistung heran lief, war ihr der Titel letzten Endes nicht mehr zu nehmen. Mit  2358 Punkten erzielte sie, trotz der verlorenen Punkte im Hürdenlauf, eine neue persönliche Bestleistung.

Bestleistung in allen fünf Disziplinen: Niklas Huber

Bestleistung in allen fünf Disziplinen: Niklas Huber

Mit Titelchancen ging auch Niklas Huber ins Rennen. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe auch nicht, wenn die Konkurrenz mit starken Leistungen aufwartet. Er führte Beginn die Konkurrenz an und musste trotzdem am Ende mächtig kämpfen. Und das, obwohl er in allen fünf Disziplinen neue Bestleistungen aufstellte. Das gilt für den Hürdenlauf, den er als Schnellster seines Jahrgangs absolvierte genauso, wie für den Ballwurf. Im Weitsprung kam er auf ausgezeichnete 4,70 Meter. Allerdings blieben ihm die Konkurrenten immer dicht im Nacken, so dass es kein Ausruhen geben konnte. Im Sprint  über 75 Meter erzielte er mit  10,24 Sekunden erneut die beste Zeit und trotzdem gab es immer noch keine Sicherheit vor dem abschließenden 800 Meter Lauf. Klar war nur, sein schärfster Konkurrent war ein guter Ausdauerläufer. Niklas dagegen hatte wenig Erfahrung mit der Strecke. Dann lief er, bei brütender Hitze von fast 40 Grad auch noch mit einem Höllentempo los. Das brachte ihm zunächst einen großen Vorsprung, dann wurde er eingeholt und von seinem Widersacher überholt. Und damit begann der Kampf. Niklas versuchte mitzuhalten, aber das konnte er nicht mehr. Also ging es darum nicht zu viel Boden zu verlieren. Trotz schwindender Kräfte aber mit dem festen Willen den Sieg nicht mehr aus den Händen zu geben, lief Niklas die letzten 150 Meter bis zum Ziel. Dass es tatsächlich zum Sieg gereicht hatte wurde erst klar als er bei der Siegerehrung aufs oberste Treppchen steigen durfte. Da war er schon wieder ganz gelassen und nahm Medaille, Urkunde und Präsent mit einem leisen, zufriedenen Lächeln in Empfang.

 

Super Sprintzeiten, unglaubliche Energieleistung über 800 Meter: Helen Fischer

Super Sprintzeiten, unglaubliche Energieleistung über 800 Meter: Helen Fischer

Mit der stärksten Konkurrenz aller Altersklassen hatte es Helen Fischer zu tun. Das galt nicht nur für die Zahl der Teilnehmerinnen, sondern auch für deren Leistungsstärke. Von den Vorleistungen her war sie Fünfte und konnte allenfalls mit einer Medaille liebäugeln. Ihr Wettkampf begann gleich mit ihrer schwächsten Disziplin, dem Ballwurf. Da sie sich aber im Laufe der Jahre nicht nur mit dem ihr ungeliebten Wurfgerät etwas angefreundet hat, sondern von Wettkampf zu Wettkampf immer weiter wirft, erzielte sie gleich mit 34,5 Metern eine neue Bestleistung. Trotzdem brachte sie das erst einmal punktemäßig ins Hintertreffen. Das sollte sich aber mit der zweiten Disziplin entscheidend ändern. Über 60 Meter Hürden zeigte sie, dass sie inzwischen technisch so gut und stabil ist, dass sie ihre enorme Geschwindigkeit auch über die Hindernisse umsetzen kann. Vom Start weg lief sie ihren Konkurrentinnen davon und erzielte mit 9,99 Sekunden eine vorher nicht für möglich gehaltene Zeit. Das  brachte sie immerhin schon mal auf Rang drei der Gesamtwertung. Im Weitsprung wackelte sie kurzfristig. Ein übertretener Sprung, ein Sicherheitssprung und einer der passte, brachten ihr am Ende zwar auch hier eine neue Bestweite, aber gleichzeitig wieder einen größeren Rückstand zur Spitze. Keine der Konkurrentinnen zeigte eine Schwäche. Im 75 Meter Sprint trieben sie sich alle zu neuen Bestleistungen. Helen kämpfte nach mäßigem Start die zu diesem Zeitpunkt Führende im Ziel noch um wenige Zentimeter nieder und lief erstmals unter die 10 Sekunden-Schallmauer. Mit 9,84 Sekunden sogar mehr als deutlich. Das  brachte sie auf Platz zwei vor dem entscheidenden 800 Meter Lauf. Klar war allerdings, dass ihr die mit Abstand Beste in dieser Disziplin, als zu diesem Zeitpunkt Dritte, direkt im Nacken saß. Was dann folgte war ein echter Krimi. Helen kontrollierte das Rennen, die Punktebeste immer im Blick. Vorneweg die 800 Meter Spezialistin, die nicht zu halten war. Zweihundert Meter vor Schluss zog Helen ihren Endspurt an und kam mit einer Zeit, die einer guten Mittelstrecklerin würdig war, ins Ziel. Keiner wusste in diesem Moment, wer welche Platzierung hatte. Am Ende fehlten Helen ganze 16 Punkte zur Siegerin, aber  auch ihr Vorsprung  auf die Dritte betrug nur 8 Pkt. Letztlich war das dann gleichgültig. Die fünf Bestleistungen und 2549 Punkte waren schon weit mehr, als man vorher für möglich gehalten hatte.

Das erfolgreiche SR Yburg Team bei den Badischen Meisterschaften: Annika Bode,Helen Fischer, Niklas Huber, Rachel Fruchtmann und Chiara Roth

Das erfolgreiche SR Yburg Team bei den Badischen Meisterschaften: Annika Bode,Helen Fischer, Niklas Huber, Rachel Fruchtmann und Chiara Roth

Ein kleiner Wermutstropfen war an diesem Tag der kurzfristige Ausfall einer unserer Starterinnen. So platzte die Mannschaft, zu der immer fünf Teilnehmerinnen gehören. Annika Bode und Chiara Roth erzielten zwar trotzdem beide in ihrem Fünfkampf neue persönliche Bestleistungen und wurden immerhin noch gute 13. und 14. Eine Mannschaftsmedaille, die so gut wie sicher gewesen wäre, blieb ihnen leider damit versagt. Trotz allem gab es bei allen Grund zur Freude, die bei den Siegerehrungen unserer Athleten  auch lautstark zum Ausdruck kam.

 

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One comment on “Zwei Mal Gold – einmal Silber bei den Badischen Jugendmeisterschaften U14
  1. Norbert sagt:

    Tolle Leistungen! Herzlichen Glückwunsch den Medaillengewinnern und dem ganzen Leichtathletikteam.

Kommentare sind geschlossen.

Lauftrainer*in

Der SR Yburg will sein Laufangebot neu aufbauen. Dazu soll sowohl ein Angebot für Einsteiger, als auch für fortgeschrittene Läufer gehören. Dafür suchen wir eine/n Lauftrainer/in. Die Termine wären frei gestaltbar. Wenn möglich sollte mindestens ein Angebot am Vormittag und eines am Abend gemacht werden. Auch Nordic Walking Kurse sind möglich.

Wer sich dafür interessiert bitte per Mail melden bei: michael.schlicksupp@web.de

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Deutscher U18 Meister im Kugelstoßen: Nico Maier

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