DSMM Vorkampf: Letzte Kräfte mobilisiert – ab in die Ferien

Eine echte Herausforderung war der Vorkampf für das badische Finale der Deutschen Schülermannschaftsmeisterschaft (DSMM). Temperaturen von deutlich über 30 Grad am Montagabend der letzten Schulwoche und mit zum Teil längeren Wartezeiten wegen Problemen mit der elektronischen Zeitmessung waren eine echte Kraftprobe für ferienreife Kinder und Jugendliche (und Trainer). Umso erstaunlicher waren die zum Teil hervorragenden Leistungen, die es im Jahnstadion in Bühl zu sehen gab. Dabei standen eigentlich nicht die Einzelleistungen im Mittelpunkt, sondern das Mannschaftsergebnis. Das bedeutet, alle Einzelergebnisse werden in Punkte umgerechnet (wie beim Mehrkampf) und zu einem Mannschaftsergebnis addiert.

Bei den U14 Mädchen gab es durchgängig in allen Disziplinen gute Leistungen. Über 75 Meter waren es vor allem unsere Topsprinterinnen Helen Fischer (10,49 sec.) und Lara Schönith (10,95 sec.) die mit einem überzeugenden Rennen für die Punkte sorgten. Beide waren auch im Weitsprung ganz vorn, wobei zu bemerken war, dass auch Sarah Tränkel, Chiara Roth und Annika Bode mit Sprüngen über 4 Meter überzeugen konnten. Mit persönlichen Bestleistungen warteten Sarah Tränkel (34,5 m) und Jana Liß (30,0 m) im Wurf mit dem 200 Gramm Ball auf. Trotz eines Missgeschicks am Start der 4×75 Meter Staffel kam am Ende noch eine ordentliche Zeit heraus, was zeigt, dass die Stabwechsel ausgezeichnet geklappt haben. Damit sollte das Team eine Chance auf die Teilnahme am badischen Finale im September haben. Zugelassen sind in allen Altersklassen die acht besten Teams des Landes.

Zwei neue Bestleistungen: Niklas Jurgan

Zwei neue Bestleistungen: Niklas Jurgan

Nicht ganz so optimistisch kann die Jungenmannschaft U14 sein. Trotz eines überragenden Niklas Jurgan, der mit neuen Bestleistungen im 75 Meter Sprint (10,58, sec.) und Weitsprung (4,59 m) aufwartete, wird es vermutlich eng mit der Qualifikation für das Finale, das im September in Langensteinbach stattfindet. Obwohl Marco Lörch, Paul Späth, Julian Ernst und Robin Frey zum Teil neue persönliche Bestleistungen im Ballwurf und Weitsprung erzielten, fehlen dem Team überall ein paar Zentimeter und damit Punkte um ganz vorne mitzumischen.

Besser sieht es für die U12 Jungs aus. Obwohl es mehrere krankheitsbedingte Ausfälle gab, konnten die „Ersatzleute“ mit zum Teil überraschenden Topleistungen die Ausfälle kompensieren und die Chance für eine Finalteilnahme offen halten. Herausragend war an diesem Abend Niklas Huber. Er erzielte drei neue Bestleistungen (50 Meter: 7,76 sec., Weitsprung 4,13 m, Ballwurf 38,5 m) und legte damit den Grundstein für das gute Mannschaftsergebnis.

Herausragend bei den Jungs U12: Niklas Huber

Herausragend bei den Jungs U12: Niklas Huber

Einen Hit landete auch Simon Schneider, der bei seinem ersten Wettkampf gleich 40,5 Meter weit warf. Aber auch Steven Feist mit neuer Weitsprungbestleistung (3,93m),  Niklas Gog mit seinem Ballwurf und als  Staffel-Läufer, sowie Jannik Lorenz, trugen ihren Teil zum guten Endergebnis bei.

Etwas ganz Besonderes hatten wir uns mit den U12 Mädchen vorgenommen. Neben dem „Standardwettbewerb“ mit Sprint, Weitsprung, Ballwurf und Staffel gibt es einen Wettbewerb, der in der Regel den großen Vereinen vorbehalten ist. Hier kommt noch der Hochsprung und der 800 Meter Lauf dazu. Das heißt, man muss ein größeres und vor allem ausgeglichenes Team stellen und kann sich nicht auf eine oder zwei starke „Einzelkämpferinnen“ verlassen. Da unsere Mädels vom Jahrgang 2002 und 2003 in diesem Jahr schon beim KiLa Cup gezeigt haben, was sie können, war das eigentlich kein Wagnis. Erst als am Tag der Veranstaltungen mehrere Absagen wegen Krankheit und Schulveranstaltungen kamen stand die Qualifikation plötzlich auf des Messers Schneide.

Das gipfelte darin, dass wir am Ende des Tages, als alle schon müde und abgekämpft waren mit Franziska Seebacher nur noch eine der vorgesehen 800 Meter Läuferinnen zur Verfügung hatten. Mit Nathalie Gutheil und Rachel Fruchtmann stellten sich dann glücklicherweise noch zwei Mädchen in den Dienst der Mannschaft, um die nötigen Punkte zu retten. Wie eng es war, zeigte sich daran dass Rachel nach 400 Metern mit Atembeschwerden aufgeben musste. Franziska lief das Rennen bravourös und mit einer ausgezeichneten Zeit (3:01,76 min) zu Ende. Den größten Kampf aber trug Nathalie Gutheil aus. Sie lief die zwei Runden mit etwas Abstand hinter Franziska, aber konstant durch und spurtete dann auf letzten 100 Metern auch noch unter den Anfeuerungsrufen, der Mannschaftskameradinnen ins Ziel.

Rettete mit ihrem Einsatz das Mannschaftsergebnis: Nathalie Gutheil

Rettete mit ihrem Einsatz das Mannschaftsergebnis: Nathalie Gutheil

Mit dieser Energieleistung setzte sie quasi den Stempel unter die Bewerbung für das badische Finale, das die Mädchen auch hoffentlich erreicht haben. Zuvor hatte es  gleich eine Reihe starker Resultate gegeben. Laura Höll verbesserte sich im Ballwurf auf 33,5 Meter, Jennifer Dike sammelte im Sprint (8,18sec) und im Hochsprung (1,22 m) wertvolle Punkte. Genauso wie Rachel Fruchtmann im Weitsprung (4,37m) , Hochsprung (1,26 m) und Ballwurf (38,5m).  Stark auch die beiden 4×50 Meter Staffeln, die zum Teil mit improvisierten, aber letztendlich ausgezeichneten Stabübergaben eine Menge Punkte aufs Konto brachten. Hier liefen Nathalie Gutheil, Laura Höll, Franziska  Seebacher und Jennifer Dike zusammen, sowie Clara Schmid, Hannah Kienzler, Carolina Bergmann und Caroline Knopf. Außerdem waren dabei: Sophie und Marie Frietsch. Am Ende waren alle müde und erschöpft. Die Freude über die guten Ergebnisse stellte sich vermutlich erst  am Tag danach ein, zusammen mit einem Muskelkater.

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