Bodo Göder startet in Moskau

15. Mai Halle

Angekündigt hatte es Bundestrainer Peter Salzer schon nach den Deutschen Hallenmeisterschaften im Februar, jetzt ist es soweit: Bodo Göder (SR Yburg Steinbach) startet für Deutschland bei der Qualifikation zu den ersten Olympischen Jugendspielen (U18), die im August in Singapur ausgetragen werden.

 

Beim Auftakt der German Meetings Tour in Halle/Saale lieferte Bodo Göder den letzten Beweis für seine internationale Klasse.  Mit 18,76 Meter wurde er im Kugelstoßen der U18 Junioren Zweiter hinter dem Neubrandenburger Denis Lewke. Beide fliegen Ende der Woche nach Moskau. Dort tragen die besten U18 Junioren Europas die Qualifikation für die Olympischen Jugendspiele aus, die in diesem Jahr erstmals stattfinden werden. Anders als beiden Olympischen Spielen der „Erwachsenen“ darf jeder Kontinent nur acht Teilnehmer entsenden. Austragungsort der Spiele ist dann Singapur.

Ein echtes Abenteuer für den noch nicht ganz  17 Jahre alten Realschüler aus Kuppenheim, der seit drei Jahren bei Hermann Oser in der Werferhochburg Steinbach trainiert.  Zwischen fünf und sieben Trainingseinheiten pro Woche stehen seitdem auf dem Programm. Die Summe der Gewichte, die er in der Zeit beim Krafttraining  gestemmt hat kann ohne weiteres in Tonnen angegeben werden. Aber das allein macht noch keinen Kugelstoßer. Schnellkraft ist das wahre Geheimnis. Den muskelbepackten Körper maximal beschleunigen um dann im richtigen Moment die 5 Kilo schwere Eisenkugel auf die optimale Flugbahn zu befördern. Wer das schaffen will, muss auch mal eben aus dem Stand auf einen 1,10 Meter hohen Turnkasten springen können und in der Lage sein einen Felgumschwung am Reck zu machen oder 15 Meter auf den Händen zu laufen. Die Zeiten in denen Kugelstoßer allein mit ihrer Masse Leistungen erbracht haben, gehören längst der Vergangenheit an und Bodo Göder ist der beste Beweis dafür.

Zur deutschen Spitze gehört Bodo schon über ein Jahr, der Schritt auf die internationale Bühne ist jetzt die nächste Stufe auf der Karriereleiter. Um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen hatte Hermann Oser das Werfermeeting in Halle als Testpflaster ausgesucht. Dort trafen sich am vergangenen Wochenende Stars wie Diskusweltmeister Robert Harting, die Vizeweltmeisterin im Kugelstoßen Nadine Kleinert oder der Bronzemedaillengewinner  der Berliner WM im Kugelstoßen Ralf Bartels.

In einem solchen Umfeld die Ruhe zu bewahren und nicht nur bewundernd und staunend den Vorbildern zuzuschauen war ein Teil der Lektion von Halle. Ein weiterer bestand darin bereits früh morgens um halb Zehn topfit zu sein und optimale Leistung abzurufen, denn genau zu dieser Zeit findet die Qualifikation in Moskau statt. Bodo hat das auf alle Fälle ganz gut hingekriegt. Immerhin hat er mit seinen 18,79 Metern Bestleistung gestoßen. Die ganz große Nummer mit einer 19 vor dem Komma hat er sich für Moskau aufgespart. Jedenfalls stellt sich sein Trainer Hermann Oser das so vor. Schließlich ist das nicht sein erster Athlet, dem er zu internationalen Weihen verholfen hat. Aber bevor es soweit ist wurde auf der der acht Stunden (!) dauernden Rückfahrt von Halle noch einmal Deutsch gebüffelt. Es steht nämlich auch die Abschlussprüfung für die Realschule an und was das angeht, da versteht der Deutschlehrer Oser überhaupt keinen Spaß.

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Corona und kein Ende in Sicht

Das Corona Virus hat heftige Spuren hinterlassen. Bei denen, die direkt betroffen waren und bei uns allen, die wir mit den notwendigen Einschränkungen leben müssen. Inzwischen haben sich meisten an das Masken tragen und Abstand halten gewöhnt. Leider  halten sich nicht alle daran und so werden uns die Beschränkungen mit Sicherheit weiter begleiten. Für die Leichtathletik im SR Yburg bedeutet das, dass wir auch in den kommenden Wochen weiter mit den Kader- und Fördergruppen in der Sportschule trainieren können – mit den nötigen Hygienemaßnahmen. Jetzt nach den Ferien geht es weiter, für die Kleinen auf dem Beachplatz neben der Grundschule. Für die älteren unter den bekannten Auflagen des Schutzkonzepts der BW Leichtathletik in der Sportschule.

Die Wettkampfsaison, die jetzt als sogenannte „Late-Season“ daherkommt, ist für alle gewöhnungsbedürftig. Manche hatten ihren Urlaub schon für September gebucht und mussten ihn wieder absagen oder auf Wettkämpfe verzichten. Wettkämpfe ohne Zuschauer oder mit Maskenpflicht, wie jetzt bei den Deutschen Meisterschaften, sind merkwürdig, aber Voraussetzung, dass die Titelkämpfe überhaupt stattfinden durften. Bis Anfang Oktober wird es jetzt noch einige Wettkämpfe geben. Für die Älteren ausreichend für die jüngeren eher wenige.

Man kann nur hoffen, dass die Vernunft im Umgang mit der Infektionsgefahr reicht, um die Zahlen niedrig zu halten. Ansonsten droht uns wieder ein Sportverbot-und das wäre im Winter bitter.

Athletin des Monats

Erstmals unter 12 Sekunden über 100 Meter: Helen Baumgarten 11,95 Sekunden in Weinheim

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